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LG WikiSpeed beim 24h Rennen 2015

LG WikiSpeed beim 24h Rennen im Einsatz an der Strecke

Das 24h Rennen ist nun schon Geschichte und die Gedanken über den Einsatz an der Strecke sind sortiert. Erstmals waren 3 Teammitglieder von Mittwoch bis Sonntagabend für die Deutsche Streckensicherung e.V. als Sportwart im Adenauer Forst im Einsatz.

 

24h sind nicht nur 24h, das ist nicht nur bei den teilnehmenden Teams des 24h Rennens so sondern auch bei all den Sportwarten die rund um die Nordschleife im Einsatz sind. Wenn man glaubt, dass die Organisation eines Sportwartes und deren Truppe weniger Aufwand als bei einem der Rennteams ist, der irrt sich gewaltig. Zum ersten mal durften 3 geschulte Wikispeed Teammitglieder für 4 komplette Tage die andere Seite an der Strecke kennenlernen. 2014 konnten wir immerhin 2 Tage im Einsatz dabei sein.

Am Mittwochmittag ging es los. Während wir am Mittwoch gemütlich Richtung Nürburgring aufbrachen waren einige Sportwarte der Deutschen Streckensicherung schon seit Sonntag am Nürburgring. Die Stellfläche für die Wohnwagenburg musste abgesteckt werden, das Aufenthaltszelt musste aufgebaut werden, der Küchenwagen platziert und eingerichtet werden und für die 40 Mann und Frau starke Truppe musste für eine komplette Woche eingekauft werden, eine Mammutaufgabe. Im Vorfeld organisierte Michael Sadrinna, Abschnittsleiter der Truppe, den Einsatz seiner Sportwarte. Auch das scheint nicht immer einfach und kostet Nerven. Wenn ein Sportwart ausfällt muss Ersatz eingeplant werden und schon ändert sich die gesamte Besetzung der Posten. Das kennen wir als Rennteam auch zu gut. Da plant man den Renneinsatz und dann fallen Teammitglieder kurzfristig aus und man beginnt das Rennwochenende neu zu planen. 

Aber als wir am Mittwoch ankamen konnte jeder Sportwart an einem Aushang lesen mit wem er welchen Posten besetzt, die Einsatzzeiten- und Wechselzeiten wurden unter den einzelnen Posten besprochen so das eine sichere Besetzung und genügend Ruhepausen gewährleistet waren.
Der Mittwoch war für uns WikiSpeedler ein Kennenlernen der einzelnen Sportwarte, natürlich in gemütlicher Runde so dass wir uns gut aufgehoben fühlten.

Am Donnerstagmorgen hieß es dann früh raus, kurz nach 7 Uhr musste die Strecke besetzt sein. In der Regel teilten sich 4 Sportwarte einen Posten und so hieß es für jeden 8 Stunden Dienst an der Strecke. Hört sich erstmal viel an aber die Zeit an der Strecke verging fast wie im Flug. Alle WikiSpeedler waren mit einem erfahrenen Sportwart unterwegs, so dass wir „Neuen“ viel von den Erfahrungen der Sportwarte profitieren konnten. Während des Einsatzes an der Strecke und der einsatzfreien Zeit fand untereinander ein reger Austausch über die Arbeit in einem VLN Team und der Arbeit an der Strecke statt. Jeder wollte vom anderen viel erfahren und man entdeckte die ein oder anderen Parallelen. Die Sportwarte und wir als Team erkannten durch die zahlreichen Gespräche und die positive Neugier für die Arbeit des anderen das viele diskutierte angebliche Fehler in sozialen Netzwerken oft mangelndes Verständnis füreinander und aus Unwissen entstehen. 

Auf beiden Seiten passieren Fehler weil wir alle nur Menschen sind. Jeder einzelne, egal ob an der Strecke oder wir als Team, geben 100% für den Motorsport und jeder will seinen Job gut machen. Als Sportwart sitzt du auf den goldenen Tablett, hunderte von Fans filmen mit den Smartphones Unfälle und Ausfälle der Boliden, ein Teamfehler in der Box findet man eher seltener bei Youtube oder Facebook. 
Nach einem langen Donnerstag und vielen tollen Gesprächen fielen wir abends totmüde ins Bett.

Doch die Nacht war wieder schnell vorbei denn wie am Vortag mussten wir kurz nach 7 Uhr wieder unseren Mann an der Strecke stehen. Motiviert ging es in den neuen Tag und es war wieder ein Tag der uns neue Erkenntnisse und Einsichten in die Arbeit des Sportwartes gab. Spannend aber auch sehr anstrengend. Na ja und auch ein wenig wehmütig, wenn man die befreundeten Teams im Qualifying des 24h Rennens sieht und man nicht mit seinem eigenen Auto am Start ist. Aber mit der Flagge in der Hand ist die andere Hand zum Daumen drücken frei.

Am Freitag nach dem gemeinsamen Abendessen ging es auf die geöffnete Strecke mit den Kindern zum Bobbycar fahren. Leider wurde dieser tolle Spaß schneller von der „Security“ beendet als wir gucken konnten…. Warum???? „Der neue Eigentümer will das nicht!“ Ob der Russe weiß dass wir grade im Adenauer Forst Bobbycar fahren?? Eine kleine Schikane am Rande wie ich persönlich finde und eine noch dazu viel zu unfreundliche Security die nicht in der Lage ist anständig mit Leuten (Sportwarten und Fans) umzugehen. 

Nach dieser tollen Erfahrung ging es dann zurück Richtung Lagerfeuer. Das geplante früh ins Bett gehen hatte sich erledigt denn auch hier fand ein reger Austausch zwischen Sportwarten und VLN Team statt. Man merkte immer wieder das in beiden Seiten mit ganz viel Herzblut steckt und das alle das gleiche wollen: Fairen Motorsport mit gegenseitigem Verständnis! Darüber wurde bis in die frühen Morgenstunden geredet.

Am Samstag war es dann soweit, das 24h Rennen kam zum Höhepunkt. Spannung pur! Für uns LG WikiSpeedler war es Ehrensache den befreundeten Teams und Fahrern in der Einführungsrunde doppelt so doll zu winken und die Daumen zu drücken. Oh, ich vergass, ein Sportwart ist neutral 

In unserem Abschnitt gab es während der 24h zum Glück nur kleinere Vorfälle mit Blechschäden oder Drehern. Die Absprachen unter den Posten und dem Abschnittleiter war 1a, die Wechsel an den Posten fanden wie im Vorfeld besprochen statt. Klar gibt es immer mal wieder kleinere Dinge an denen es zwackt und harkt aber diese waren und sind in unseren Augen keine großen Worte wert. Hauptsache ist das alle Sportwarte und Fahrer unverletzt von ihrem Einsatz auf und an der Strecke zurückkommen. Mit wenig Schlaf und stolz auf die gemachte Erfahrung als Sportwart begrüßten wir am Sonntagnachmittag das Teilnehmerfeld nach 24h Adrenalin, Spannung und Positionskämpfen zurück.Dann hieß es noch nach dem Rennen: Lager abbauen und noch einmal zusammensetzen um das 24h Rennen aus Sicht der einzelnen Personen zu reflektieren. Wenn man so zurückblickt vergingen die letzten 5 Tage wie im Flug und es hat jede Menge Spaß gemacht. Wir möchten uns bei Michael Sadrinna, Wolfgang Meißner und Nils Soltau bedanken dass sie uns den Einsatz ermöglichten und wir bedanken uns für die Offenheit der sympathischen Truppe und das Vertrauen sich mit uns Neulingen an die Strecke zu stellen.Ihr seid eine starke Truppe und ihr lebt genau wie wir als Rennteam den Mythos Nordschleife. 

Ob es 2016 wieder einen Einsatz als Sportwart gibt?
Eine Frage die jetzt noch offen steht denn man weiß im Motorsport nie was Morgen kommt.
Denn wir von LG WikiSpeed träumen den Traum auch mal wieder beim 24h Rennen an den Start zu gehen. Und wenn das so sein sollte dann hoffen wir, dass die Truppe der Deutschen Streckensicherung immer ein waches Auge auf uns hat.